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6.9.2011 von admin.
David Willey, BBC News, Rom
Übersetzung Remo Santini
Eine kleine Stadt in Italien hat ihre Unabhängigkeit erklärt und hat begonnen, ihr eigenes Geld zu drucken. Die Behörden von Filettino, 100 Kilometer östlich von Rom gelegen, protestieren damit gegen die Sparpolitik der italienischen Regierung.
Der Ort hat nur 550 Einwohner, und gemäß neuen Gesetzen, die darauf abzielen, die lokalen Administrationskosten zu senken, wird er gezwungen werden, sich mit dem benachbarten Trevi zu vereinigen.
Der Bürgermeister von Filettino, Luca Sellari, dem wegen der Krise in der Eurozone droht, den Job zu verlieren, hat diese Idee hervorgebracht. Er schuf seine eigene Währung, genannt „Fiorito“. Die Banknoten weisen auf der Rückseite seinen eigenen Kopf auf; sie werden in den örtlichen Geschäften bereits verwendet und von Touristen als Souvenir gekauft, die nun begonnen haben, sich in den normalerweise ruhigen Strassen zu drängen.
Der Bürgermeister sagt, dass ein enormer Enthusiasmus darüber herrsche, die Unabhängigkeit des neuen Fürstentums zu erklären.
Das Vorhaben der Regierung, die lokalen Gemeinderäte aufzulösen und sie mit grösseren Orten zu verschmelzen, hat in ganz Italien einen solchen Aufschrei in kleinen Gemeinden hervorgerufen, dass Premierminister Berlusconis Koalition möglicherweise gezwungen sein wird, eine Kehrtwendung zu machen.
In der Zwischenzeit erfreut sich das neue Fürstentum Filettino – komplett mit Staatswappen und Website – plötzlich internationaler Berühmtheit. TV-Sender, so weit weg wie Russland, haben über Filettino berichtet.
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23.4.2011 von admin.
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Quelle:
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EADC3C1CD6404466D91A7314759840431~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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In der Uckermark stehen für wenig Geld alte Bauernhöfe zum Verkauf. Das lockt Aussteiger aus Berlin, sie leben als Selbstversorger und entdecken die Tauschwirtschaft neu. Erinnerung an eine Reise ins einfache Leben.
Von Jan Grossarth
21. April 2011 In Ostvorpommern war das Leben nicht leicht, es gab Landflucht und Arbeitslosigkeit, aber das konnte ein Nährboden für neues Leben sein, das freiwillig einfach war. Die verlassenen Höfe mussten Menschen anziehen, die wieder von der freien Feldarbeit träumen, die hierhergezogen waren, um ihren flachen Fernseher, ihre goldene Verbeamtungsurkunde und ihre Zahnzusatzversicherung wegzuwerfen. In Ostvorpommern gab es mittlerweile Bauernhöfe für fünfundzwanzigtausend Euro, dazu so viel Land, wie es ein Mensch benötigt, um sich selbst zu versorgen. In Frankfurt kostete eine Autogarage so viel.
Das Taxi von Prenzlau nach Grünz an der polnischen Grenze fuhr durch ein weites Rapsfeld. Es war der Beginn einer Reise zu Aussteigern von Vorpommern bis Turin, einen Sommer lang, in Ökodörfer, zu einem Waldmenschen oder in ein Kloster. Hier vor Grünz zeigte sich die Energiewende gelb blühend, und die Rapsfelder erinnerten daran, dass das Erdöl nicht ewig sein würde, auch wenn das die Zivilisationsskeptiker schon seit Jahrzehnten sagten. Windräder warfen ihre Schatten auf die Felder, das Taxi überquerte die Gaspipeline Nord Stream. Hier und da standen, zwanzig Jahre danach, immer noch sozialistische Betonruinen. Sie waren von guter Qualität.
Aktuell
Wirtschaft
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© Jan Grossarth
Hof in Grünz, günstig wie eine Garage in Frankfurt.
Grünz bestand aus einer Allee und einer Straße. Die führte zu einem See bergab. Es wäre möglich, sein Reihenhaus im Westen für zweihunderttausend Euro abzugeben, hier einen Hof zu kaufen und von Gartenarbeit und vom Aldi bis zum Tod zu leben. “Sorgenfrei”, “ausgesorgt” - zwei Lebensziele, die weit oben standen in der bürgerlichen Agenda.
An einer Hofeinfahrt stand eine Frau, die eine Weste aus Wolle trug und Arbeitskleidung. Sie trug auch eine Brille, ihr Haar war lang und grau. “Was suchen Sie?”, fragte sie. “Wahrscheinlich Sie.” “Mich?” Der Backsteinhof war liebevoll hergerichtet mit Möbeln vom Flohmarkt aus hundert Jahren, er stand in einem wilden, weiten Garten. Im Wohnzimmer kochte ihr Mann den ersten Spargel. Die beiden lebten hier seit fast 15 Jahren. Sie waren Wendeverlierer, als Berlin frei wurde, mussten sie aus der Stadt herausziehen, weil die Mieten schneller stiegen als ihre Einkommen. Statt Plattenbauten wählten sie Grünz. “Ich wollte mich lösen von den Dingen, die alle taten. Von der rasanten Anpassung”, sagte Sabine.
Da hier im Kreis Uecker-Randow viele Zugezogene lebten, fanden die beiden schnell Anschluss, erzählten sie. Für ihre Kinder konnten sich Sabine und Thomas hier mehr leisten als in Berlin, denn die Zugezogenen hatten einen Tauschring gegründet, den es heute noch gibt. Der Tauschring in der Uckermark war eine interessante Konstruktion für eine Welt, in der das Geld knapp war: Ein Bekannter hatte neulich die Spülmaschine von Sabine und Thomas repariert, ein Sohn der beiden bekam Gitarrenunterricht, dafür arbeiteten sie immer wieder auf
den Höfen der anderen mit. Dank des Tauschrings konnten die Zugezogenen hier ganz
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Aussteiger: Wir tauschen Uckertaler - Hintergründe - Wirtschaft - FAZ.NET 22.04.11 17:42
gut leben. Etwa fünfzig Menschen nahmen daran teil. Einige boten Honig und Brot an, andere Fleisch und Ziegenkäse, andere Pullover aus Filz, gehäkelte Socken, Saatgut, Obstwein, Keramik, Polnischunterricht, Reiturlaub, Lebensberatung, Bauarbeiten. “Wir haben hier eine gute Überlebenschance”, sagte Thomas, Sabines Mann.
Im Tauschring bestimmten nicht Angebot und Nachfrage den Preis, es gab keinen anonymen Markt, sondern eine Ökonomie, in der man sich in die Augen schaute. Der Wert der Dinge wurde nach der dafür eingesetzten Arbeitszeit bemessen. Auf dem Etikett des Kirschmarmeladenglases, das auf dem Tisch stand, war geschrieben: “Die Herstellung dieser Ware hat mich etwa 1⁄2 Stunde meiner Lebenszeit gekostet. Sie hat demnach einen Wert von sechs Uckertalern.”
Sabines und Thomas’ gemeinsames Monatseinkommen lag bei etwa tausend Euro, das sie als Teilzeit-Bauarbeiter und Verkäuferin verdienten. Ohne den Euro konnte man auch hier nicht leben. Aber genau so wichtig war die Parallelwährung, der Uckertaler. Zwölf Uckertaler hatten einen Gegenwert von einer Stunde Arbeitszeit. Ein Glas Tomatensoße kostete vier Uckertaler. Es war eine komplizierte Rechnung, die dem Preis zugrunde lag, schließlich stecken Samennachzucht, Aufzucht, Umpflanzarbeit, Kompostgewinnung, Ernte und Einkochzeit in der Tomatensoße. Preisunterschiede waren zugelassen und gewollt, von der Planwirtschaft hatten die meisten Siedler auch genug. Das Modell schien nicht nur für die Uckermark interessant in einer Gesellschaft, die sich von Atomstrom und Wachstum verabschiedet.
Wasser aus dem eigenen Brunnen
Einige Dörfer weiter lebten die Selbstversorger Heike und Reiner, die eigentlich anders hießen. Auf dem Areal rund um einen Backsteinhof, den sie für fünfzig Euro im Monat von einem Großagrarier gemietet hatten, der froh war, dass der Hof nicht zerfiel, hatten sie phantasievolle Häuschen gebaut. Eines war das Badehaus aus Glas, Pflanzentriebe sprossen darin. Die Badenden hatten aus der Wanne heraus einen freien Blick in den Garten, und die Pflanzen des Gartens hatten einen freien Blick auf die Badenden. Dann gab es ein Klohaus. Es war aus Holz und Ikea-blau gestrichen. Eine weitere Laube, es war Reiners Wohnhaus, ähnelte einem Iglu. Heikes Domizil war größer, es sah aus wie eine Gartenlaube. Ein Getreidefeld umgab das Anwesen, das die beiden Paradies nannten. Im Paradies lebten Molche, Kröten, Schmetterlinge und natürlich Schlangen.
Vom Arbeitslosengeld hätten auch diese beiden unbeschwerter leben können, aber das wollten sie nicht. Sie wollten Selbstversorger sein. Reiners Geld reichte noch für Miete, Benzin und die Autoversicherung aus und die paar Sachen, die sie noch aus dem Supermarkt brauchten, er hatte vor dem Einzug ins Paradies sein Haus verkauft. Arbeit gab es das ganze Jahr lang, auch im Winter. Die Ernte dauerte bis in den November, es folgte die Verarbeitung des Saatguts. Die Arbeitssaison begann Mitte Februar wieder mit der Anzucht der Auberginen.
Ohne Zinsen geht es auch
Sein Geld, sagte Reiner, liege unverzinst auf dem Sparkonto. Denn mit Zinsen wolle er nichts zu tun haben. Darüber nachgedacht, was werde, wenn sein Erspartes aufgebraucht sei, habe er nicht. Denn er habe Gottvertrauen: “Es wird immer wieder einen Weg geben, wie wir zu Geld kommen.” Er war so entspannt wie die Jogginghose, die er trug.
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Das Wasser kam aus dem eigenen Brunnen. Reiner hatte dessen Qualität mit einem Pendel geprüft, das Ergebnis war positiv. Er glaubte an solche Dinge. Das klang schräg, aber ich wollte es auf dieser Reise mit Foucault halten, der meinte, dass wenn der selbsternannte Vernünftige nicht mehr mit dem Wahnsinnigen kommuniziert, er mit Sicherheit selbst schon wahnsinnig sei.
„Es girbt nirgendwo einen Hinweis darauf, dass Gott Staaten wollte”
Reiner war, wie Heike, nicht krankenversichert und hatte in seinem Leben nicht viel in die Rentenkasse eingezahlt. Das entsprach auch nicht ihrem Bild davon, was in Zukunft wichtig sei. Reiner sah die nahe Zukunft der Weltwirtschaft in Tauschökonomien, im Zeitalter nach dem Erdöl. “Interessanterweise gibt es nirgendwo einen Hinweis darauf, dass Gott Staaten wollte”, erzählte Reiner beim Frühstück. In dieser Welt gäbe es wenige Autos, und die führen ohne Benzin, es gäbe auch keine Sozialhilfe, keine Entwicklungshilfe, keine Arbeitslosen, keine Staaten, sondern Gemeinschaften, so wie im Utopia der französischen Pamphletisten, die mit dem Buch “Der kommende Aufstand” gerade einige Anhänger für solch eine Welt der Kommunen fanden.
Im Garten experimentierte Reiner viel, damit diese Zukunft gelinge: Da stand ein selbstgebauter Kräutertrockenschrank, darin erwärmte sich die Luft durch die Sonne, die auf ein sich am Rücken des Schranks entlang schlängelndes schwarzes Rohr schien. Ein anderes Gerät konnte acht Liter Wasser innerhalb weniger Stunden mit Sonnenkraft auf fünfundvierzig Grad aufwärmen. Auch diese Geräte hätten zwar Hoffnung machen können für die Jahrtausende nach dem Öl und nach der Atomkraft, aber sie sahen andererseits so hölzern und wackelig aus, dass darauf kein Mut zu gründen war, denn sie funktionierten nicht im Winter, wenn sie am dringendsten benötigt wurden.
Der Text ist ein Ausschnitt aus dem Buch Vom Aussteigen und Ankommen - Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen von Jan Grossarth, das am 26. April im Verlag Riemann erscheint.
Text: F.A.Z. Bildmaterial: Jan Grossarth
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10.3.2011 von admin.
aus: Rhein-Zeitung10. März 2011
Stellt sich die Frage woher die das ganze Vermögen haben! Kann es sein, daß es sich dabei um die Schulden der anderen handelt?
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26.11.2010 von admin.
Immer wieder ist von der großen Errungenschaft der Demokratie die Rede.
Wie wertvoll sie ist und wie gerecht und gut.
Schaut man sich das Gerüst und die Mechanismen der Demokratie genauer an,
könnte man durchaus auf diese Ansicht einstimmen.
Schauen wir uns zuerst die Definition an:
Demokratie ( von griech. demos “Volk” und kratein “herrschen”) bezeichnet eine Herrschaftsform, in der die Staatsgewalt vom Volk ausgeht (Volkssouveränität). Dies kann entweder unmittelbar in Abstimmungen und Volksentscheiden geschehen oder durch Wahl von Repräsentanten. Häufig werden Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte als Merkmale von Demokratien angesehen.
Im deutschen Grundgesetz ist das Demokratieprinzip in Artikel 20.2 festgehalten: “Alle Macht geht vom Volke aus”.
Wie sieht es in der Praxis aus?
Der Eindruck einer stark demokratisch geprägten Welt ist in der heutigen Zeit weit verbreitet.
Demokratie und demokratisches Handeln ist so beinahe Kriterium für gut und böse geworden.
Unsere eingeschränkte Sicht lässt uns eine grosse Anzahl an nach außen demokratisch wirkenden Staaten und Systemen erkennen. Wenn man sein Sichtfeld etwas überprüft oder erweitert, entdeckt man aller Wahrscheinlichkeit nach Lücken und Fehler in diesen Systemen, die den Begriff der Demokratie nicht mehr zulassen.
Demokratie definiert unsere Zeit wie keine andere zuvor. Hineingeboren in diese Situation fehlt uns der Impuls nachzufragen und zu prüfen ob die Demokratie wie wir sie heute kennen, ihren Stellenwert verdient hat.
Im Kleinen bis hinauf zum Grossen kann ich demokratische Strukturen feststellen. Ein Beispiel für Demokratie im direkten Umfeld können zum Beispiel eine Schülersprecherwahl oder die Struktur eines Vereins sein.
Auch einige Kirchen, wie beispielsweise die Schweizer Landeskirche, die ihre katholischen Pfarrer von der Gemeinde wählen lässt, eignen sich das demokratische System immer mehr an. Das was man am ehesten mit Demokratie in Verbindung bringt sind wohl beispielsweise die Wahl zum Bundespräsidenten oder die Europawahl.
Die Wirtschaft bildet, bis auf die Genossenschaften, eine nicht-demokratische Ausnahme in einem insgesamt stark demokratisch geprägten Deutschland, dazu später mehr.
Der Demokratiebegriff wird jedoch häufig fälschlicherweise verwendet. Nenn- Demokratien behaupten von sich demokratisch zu sein und bezeugen dies auch in ihrem Staatsnamen. Die Wirklichkeit ist jedoch häufig ganz anders. In der Deutschen Demokratische Republik ging beispielsweise die Staatsgewalt eindeutig nicht vom Volke aus.
Wenn man den Begriff der Demokratie als Volksherrschaft definiert, wird bei genauerer Anschauung deutlich, dass es nicht das Volk ist welches herrscht, sondern das Volk Menschen wählt die es beherrschen. Die Mehrheit entscheidet wer das gesamte Volk beherrschen soll. Die Überstimmten leben somit in einem von ihnen nicht gewählten Staat.
Die Möglichkeiten der Wahl sind begrenzt, denn man hat nur die Möglichkeit aus einer bestimmten Anzahl von Kandidaten zu wählen. Wenn keiner der Kandidaten den eigenen Vorstellungen entspricht, ist es auch nicht möglich jemanden, der seinen Vorstellungen und Wünschen entspricht, zu wählen.
In einer Diktatur unterdrückt eine Minderheit eine Mehrheit, in einer Demokratie ist es die Mehrheit, die die Minderheit unterdrückt. In beiden Fällen handelt es sich um Unterdrückung. Eine Regelung, die einer Mehrheit einen kleinen Vorteil und eine Minderheit einen grossen Nachteil verschaffen würde, wird in einer Demokratie wahrscheinlich angenommen. Ist eine Herrschaft ohne Unterdrückung nicht möglich?
So ist der Gedanke, dass es sich bei der Staatsform, in der wir heute leben nicht um ein Ideal, sondern das geringere Übel handelt, nicht fern. Der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill meinte dazu:” Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen alle anderen”.
Ein weiterer Kritikpunkt an der Demokratie stellt die zeitliche Begrenzung der jeweiligen Amtszeit da. Die Herrschaft in einer Demokratie ist eine Herrschaft auf Zeit. Sie ist also gegenwartsorientiert und meist nicht auf die Zukunft ausgerichtet. Längerfristige Lösungen sind selten, da durch den Druck der Wiederwahl schnelle Änderungen gefragt sind, die jedoch nicht immer auf Dauer durchsetzbar sind.
In einer Demokratie ist bei wechselnden Umständen keine schnelle Anpassung möglich.
Demokratie verhält sich schwerfälliger und langsamer als der Grossteil der anderen Herrschaftsformen.
Weiterhin ist die Informiertheit des Volkes Vorraussetzung für die Wahlen. Die Informationen lenken und bestimmen letzten Endes die Wahlen.
Jedoch sind es die Informationsquellen, die am leichtesten zu manipulieren sind. Der Einfluss der Medien auf den Menschen ist gemeinhin bekannt, und durch Manipulation in Fernsehen und Radio ist die freie Meinungsbildung nicht mehr gewährleistet. In einer Gesellschaft, welche so stark durch Konsum definiert ist, ist eine freie Meinungsbildung nicht möglich.
Gehen wir einen Schritt weiter:
Die Machtstruktur, insbesondere in den Staaten der westlichen Welt, wird von der überwiegenden Mehrzahl der Bürger grundlegend falsch verstanden, obwohl sie durchaus transparent, einsehbar und nachvollziehbar ist. Und trotzdem, obwohl die Prinzipien genauso einfach zu verstehen sind wie Kolumbus’ Rezept, ein gekochtes Ei auf der Spitze stehen zu lassen, erschreckend wenig Menschen sind bereit, von ihrem vorgeprägten Denken los zu lassen.
Wie viele Millionen suchen vergebens nach einem Arbeitsplatz? Wie viele Millionen sind auf Unterstützungen angewiesen, die letztendlich von Menschen bezahlt werden, denen es um nicht viel besser ergeht? Trotz Fortschritts und technischer Errungenschaften, wird dem Einzelnen immer mehr Leistung für immer weniger Komfort abverlangt. Und immer noch lassen wir uns erzählen, dass wir Bürger reicher Länder seien, dass wir unseren Wohlstand mit anderen teilen müssten, dass es uns besser erginge als all den Generationen, die vor uns lebten.
Nehmen wir mal die inoffizielle Machtpyramide:
BANKEN
KONZERNE
REGIERUNGEN
KLEIN- UND MITTELBETRIEBE
UNSELBSTÄNDIG ERWERBSTÄTIGE
Wo die meisten sich wiederfinden werden, dürfte da schon ersichtlich werden.
Wie drückt sich Demokratie, Volksherrschaft, für die Menschen am unteren Ende der Pyramide aus? Es darf alle paar Jahre gewählt werden. Politiker dürfen gegen andere ausgetauscht werden, die sich dann wiederum mit der Situation abfinden müssen, dass sie zuerst mit Banken und Konzernen in Harmonie zusammen arbeiten, andernfalls sie möglichem Druck zum Opfer fallen – und wenn es sich vielleicht auch nur um irgend einen Skandal handelt, der plötzlich ans Tageslicht kommt. Tatsache ist, dass die größte Bevölkerungsgruppe über die wenigsten Rechte verfügt, gleichzeitig aber für den Großteil der Kosten zur Erhaltung des Systems verantwortlich ist, nicht zu reden vom sagenhaften Reichtum Einzelner, der nur durch das Ausnützen der Arbeitskraft der Massen entstehen kann.
Auf wessen Seite stehen die Medien? Nicht jeder Zeitungsverlag ist groß genug, um als im Rang der Konzerne stehend eingestuft zu werden. Hier bietet das herrschende System ein perfektes Sicherheitsventil zur Selbsterhaltung. Die Abhängigkeit von Werbung. Wie sollte es einem Medium gelingen, sich langfristig ohne Werbeeinschaltungen zu finanzieren? Ja, gewiss, für eine kleine Regionalzeitung mögen die Inserate der lokalen Geschäftsleute, der Mittelstandsbetriebe, ausreichen. Für eine unabhängige Online-Plattform, um auf unsere eigene Existenz zu verweisen, sind Einschaltungen der Großkunden auch nicht unbedingt von Nöten. Doch wie groß ist unser Einfluss? Wie groß oder wie klein ist der Prozentsatz jener Menschen, die unsere Artikel lesen, im Vergleich zu den seit langem etablierten Medien? Auf wie viele Berichte müssen wir, weil es an Mitteln für ausgedehnte Recherchen, die mit Reisen und dementsprechend anfallenden Spesen verbunden sein könnten, verzichten? Wü
rde die New York Times, die Washington Post, der Spiegel und Bild gleichzeitig und wiederholt zu etwas aufrufen, dann könnte dies das vorherrschende System durchaus ins Wanken bringen. Doch, nachdem es die sogenannten Qualitätsmedien bis dato unterlassen haben, die Bevölkerung über die Basisstruktur unseres Systems aufzuklären, warum sollten sie plötzlich Veränderungen, etwa durch eine radikale Reform des Geldwesens, fordern?
Ist die Situation also ausweglos? Bleiben wir hoffnungslos einem System gegenüber versklavt, dass von skrupellosen Geldwechslern eingeführt wurde, deren Namen seltener Erwähnung finden als die von Fußballspielern der zweiten Liga? Der gewählte Begriff der Versklavung ist dabei keinesfalls übertrieben. Selbst wenn wir bloß unseren Anteil an der Staatsverschuldung nehmen, so sind es wir, die Erwerbstätigen, die für das Bezahlen der Zinsen verantwortlich sind. Im Römischen Reich wurde die Schuldknechtschaft schon im 2. Jahrhundert verboten. Als Bürger verschuldeter Staaten wären wir davon jedoch nur befreit, wenn wir nicht auf regelmäßige Einkommen, die wiederum Steuerlast mit sich bringen, angewiesen wären.
Voraussetzung, um diesem grausamen Spiel, von dem wir noch lange nicht erahnen wo es hinführen wird, zu entkommen, wäre zuerst ein breites Verständnis der Hintergründe. Das Internet bietet dazu Möglichkeiten, die vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar waren. Auch wenn nicht alle Informationen zugänglich sind, die Zusammenhänge der Entwicklungen der vergangenen – sagen wir – zweihundert Jahre lassen sich mit wenigen Recherchen nachvollziehen. Die Aufteilung der Macht auf unserem Planeten ist kein Geheimnis. Die Frage ist: Sind genügend Menschen zum Umdenken bereit, dass eine kritische Masse, die bedeutende Veränderungen fordert, erreicht werden könnte? Wären auch genügend Menschen bereit, die „Geburtswehen“ eines neuen Systems zu akzeptieren? Solange Menschen Schlange stehen, um zu den Ersten zu gehören, die ein neues technisches Spielzeug ihr eigen nennen, wäre ich davon nicht so überzeugt. Doch vielleicht, hoffentlich, bin ich diesbezüglich im Irrtum.
Auch wäre es an der Zeit, sich nicht mehr durch unwesentliche Konfliktthemen ablenken zu lassen. Einwanderungspolitik, Frauenrechte, Gleichstellung von Minderheiten, mehr oder weniger Sozialleistungen, Verschiebungen von Steuerlast – solange wir über derartige Streitpunkte endlos zu diskutieren bereit sind, haben wir keineswegs verstanden, dass wir letztendlich alle im gleichen Boot sitzen. Frauen, die nach mehr Rechten verlangen, ebenso wie Staatsbürger, deren Vorfahren noch türkisch oder serbokroatisch sprachen, eingeschlossen. Auch Martin Luther King träumte einst von einer Harmonie zwischen Schwarz und Weiß. Vielleicht ließe sich auch zwischen Mitmenschen unterschiedlicher kultureller Wurzeln mehr Einigkeit schaffen, wenn es auch wirklich ein gemeinsames Ziel gäbe. Und dieses Ziel könnte sein, einen Unterdrücker als solchen zu identifizieren, ein System als unmenschlich zu entlarven und gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Wie uns gelehrt wurde, entscheide
t in der Demokratie die Mehrheit. Und diese Mehrheit findet sich auf den untersten beiden Stufen der dargestellten Pyramide. Nicht Punkte, die spalten, die uns voneinander trennen, sollten im Vordergrund stehen. Denn schließlich, mit ein wenig Offenheit, gibt es wesentlich mehr, was uns Menschen vereinigt. Es wäre an der Zeit, dies zu erkennen und entsprechend zu handeln. Ansonsten könnte es eines Tages wirklich zu spät sein.
Nun wer jetzt aber denkt wir sind schon am Ende, den muss ich leider enttäuschen.
Vorausgesetzt, wir haben uns diesen Problemen angenommen, Lösungen entwickelt und diese umgesetzt.
Welche Staatsform hätten wir?
Ein als Allheilmittel, besonders von der alternativen Szene vertreten, stellt die Basisdemokratie/Direkte Demokratie dar. Nun wenn man nicht grade auf Glücksspiele steht und sich der Monarchie oder Diktatur zuwendet,
erscheint die Basisdemokratie als die wohl gerechteste Form. Jeder hat die gleichen Rechte und Pflichten.
Idealistisch gesehen eine tolle Angelegenheit, wäre da nicht noch ein kleines Problem. Dieses kleine Problem hat
jedoch umso größere Auswirkungen und dies nennt sich Persönlichkeit bzw. Charakter.
Und da räumen wir nun mal mit einem alten Aberglauben auf. Menschen sind eben nicht alle gleich.
Im Gegenteil sind sie sogar schonmal grundverschieden in ihrer Art, ihrem Denken, ihrem Fühlen und Handeln.
Pädagogik und Erziehung haben schon so manchen Kopf zum dampfen gebracht auf der Suche nach dem “bestmöglichen” System wie man den Nachwuchs “heranzieht”. Dazu kommt noch die Bequemlichkeit gepaart mit dem Egoismus
des “Habenwollens” und der Ignoranz von “Hauptsache mir geht es gut”
Nun letztlich sind wir für uns selbst verantwortlich und wenn wir nicht wollen, dass andere uns manipulieren,
benutzen, beherrschen, belügen und somit zu Spielbällen oder zunihren nützlichen Idioten machen,
müssen wir uns dieser Verantwortung stellen.
Demokratie? Diktatur? Monarchie? Technokratie?…
Vielleicht sollten wir uns dahin begeben uns selbst zu verwalten um dann in einer Solidargemeinschaft souveräner Bürger uns gegenseitig zu helfen udn zu unterstützen und gemeinsamen Zielen zu widmen, in Verantwortung
universeller Menschenrechte und Mutter Natur.
Dies ist zwar grad so ein Gedanke, vielleicht kann es aber auch mehr werden.
Was meint ihr?
Liebe Grüße
Daniel Niedzwetzki
www.aufzurwahrheit.com
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9.11.2010 von admin.
Von: Jörn Petring
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Unser Währungssystem steht auf der Kippe. Eine kleine, aber wachsende Gemeinschaft von Ökonomen und Politikern sieht nun die Gunst der Stunde gekommen. Sie glauben, dass seit Jahrzehnten etwas faul ist mit unserem Geld - und träumen von einer neuen Ordnung.
Früher waren es mal Muscheln. Dann kamen die Münzen, Silber und Gold. Heute sind es Dollar und Euro. Währungen entwickeln sich weiter, seitdem Menschen Handel treiben. Und wenn es nach Thorsten Polleit geht, ist es nun Zeit für den nächsten großen Umbruch. Polleit steht vor einer großen Frankfurter Trinkhalle und nimmt noch einen Schluck.
Dann stellt er das Glas zurück auf den wackligen Stehtisch und holt zum großen Schlag aus: “Es wird noch ein großes Getöse geben, wenn das Geldsystem geändert wird. Aber einen anderen Weg gibt es wohl nicht.” Bemerkenswerte Sätze sind das, aus mehreren Gründen: Polleit hat gerade den Zusammenbruch des Währungssystems prophezeit. Das wäre nicht weiter schlimm, wäre er nur einer dieser Trinker, die an diesem Ort über das Ende der Welt sprechen.
weiter … http://www.impulse.de/finanzen/geld/:Waehrung–Die-Geldrevolutionaere/1017227.html?mode=print
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9.9.2010 von admin.
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17.8.2010 von admin.
Als medizinischer Laie weiß man zwar nicht so ganz genau, wie sie funktioniert, aber dass es sie gibt, die Blut-Hirn-Schranke,
das wissen dann doch die meisten Mitbürger. Bei Wikipedia heißt es dazu aktuell:Die Blut-Hirn-Schrankeschützt das Gehirn vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern, Toxinen und Botenstoffen. Sie stellt einen hochselektivenFilter dar, über den die vom Gehirn benötigten Nährstoffe zugeführt und die entstandenen Stoffwechselprodukte abgeführtwerden. Die Ver- und Entsorgung wird durch eine Reihe spezieller Transportprozesse gewährleistet.Andererseits erschwert diese Schutzfunktion des Gehirns die medikamentöse Behandlung einer Vielzahlneurologischer Erkrankungen, da auch sehr viele Wirkstoffe die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren können.Das Gehirn wird also vor Gefährdungen geschützt, aber leider bleibt die Schranke zu oft auch geschlossen,wenn Hilfreiches und Nützliches Eingang finden soll. Daran erinnerte ich mich, als ich kürzlich eine E-Mail vonJost Reinert erhielt, der sich beklagte:Lieber Egon W. Kreutzer, (…)Komisch ist es allerdings. Ich habe hunderte von Bloggern angeschrieben, insbesondere, wenn die die Finanzkrise thematisiertenund gebeten - gerne auch als Verriss - über das Rheingold zu schreiben. Hab sogar 500 Rheingold ausgelobt. Später habe ich nurnoch von 500 geschrieben in der Hoffnung, da fragt einer rück, ob ich Euro oder Rheingold meine. Null Reaktion, einfach gar nichts.Nicht mal eine Rückfrage.Ich gelange zu der Überzeugung, daß eine Bewußtseinssperre uns hindert, Geld zu denken.(…) Das Blöde ist nur, Rheingold kann sich nur verbreiten, wenn es von den Rheingoldern offensiv vertreten und beworben wird.Bei “eigenen Gutscheinen” stellt das keinerlei intellektuelle Herausforderung dar, aber wird Rheingoldals “Geld” gedacht, macht es Peng im Kopf und nichts geht mehr.Schon komisch, oder? (…)Herzliche Grüsse, jost reinert
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