Währung: Die Geldrevolutionäre


Von: Jörn Petring


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Unser Währungssystem steht auf der Kippe. Eine kleine, aber wachsende Gemeinschaft von Ökonomen und Politikern sieht nun die Gunst der Stunde gekommen. Sie glauben, dass seit Jahrzehnten etwas faul ist mit unserem Geld - und träumen von einer neuen Ordnung.


Früher waren es mal Muscheln. Dann kamen die Münzen, Silber und Gold. Heute sind es Dollar und Euro. Währungen entwickeln sich weiter, seitdem Menschen Handel treiben. Und wenn es nach Thorsten Polleit geht, ist es nun Zeit für den nächsten großen Umbruch. Polleit steht vor einer großen Frankfurter Trinkhalle und nimmt noch einen Schluck.

Dann stellt er das Glas zurück auf den wackligen Stehtisch und holt zum großen Schlag aus: “Es wird noch ein großes Getöse geben, wenn das Geldsystem geändert wird. Aber einen anderen Weg gibt es wohl nicht.” Bemerkenswerte Sätze sind das, aus mehreren Gründen: Polleit hat gerade den Zusammenbruch des Währungssystems prophezeit. Das wäre nicht weiter schlimm, wäre er nur einer dieser Trinker, die an diesem Ort über das Ende der Welt sprechen.

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