Besinnungslos fürs Grundeinkommen
9.9.2010 von admin.
- Frommer Wunsch und raue Wirklichkeit -
Die Idee, eine Reihe von Transferleistungen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ersetzen, ist vom Ansatz her gut und sinnvoll.
Die Pläne, die sich Politik und Wirtschaftsvertreter dazu haben einfallen lassen, sind der pure Etikettenschwindel.
Leute! Macht die Augen auf!
Das BGE des Götz Werner macht euch nicht glücklicher, nicht sorgenfreier, nicht sicherer - es macht euch ärmer, und das mit Absicht. Nach den Schröder’schen “Reformen” und den Hartz-Gesetzen wäre das BGE nach den Vorstellungen von Werner oder Althaus nur die dritte Stufe auf dem Weg zur Vollendung der Armutsgesellschaft.
Ich weiß, ich mache mich mit solchen Wahrheiten unbeliebt.
Zu viele träumen den Traum vom Bedingungslosen Grundeinkommen als Allheilmittel gegen Armut und Prekarisierung. Zu viele haben übersehen, dass die gute Idee, aus der das BGE einmal hervorgegangen ist, längst entkernt ist, wie das ehrwürdige, denkmalgeschützte Jugendstilhaus, von dem letztlich nur die schöne Fassade stehen bleiben darf, weil sie dem Innenstadtkonsumtempel jenes Flair von Anspruch und Qualität verleihen soll, dessen reale Substanz im Inneren - zur Steigerung von Umsatz und Gewinn - durch eine Scheinwelt aus Gipskarton, Pappe und Styropor, aus Glitzer-Glamour und Scheinwerferlicht ersetzt wird.
Jetzt hat sich - hört man - sogar die Piratenpartei entschlossen, das BGE zu wollen.
Das Dumme daran ist: Je mehr Bürger sich für ein BGE aussprechen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es kommt - und zwar in der übelsten aller denkbaren Ausprägungen.
Also, bitte, ruft nicht einfach nach dem BGE, beschreibt klar, wie es gestaltet sein soll - und haltet euch von den Ideen des Götz Werner fern.
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