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30.12.2009 von admin.
„Siehst Du die Fülle der Weisheit und der Lehren, die in diesen kurzen Worten enthalten sind? Fast offen ruft Gott in diesen Worten uns zu: höret auf, ihr Menschen, eitlen Dingen in euren Begierden nachzuhängen. Eure naturgemäßen Bedürfnisse sind ja gering. Ihr braucht Nahrung für eure Fleischnatur, was leicht zu beschaffen ist, wenn ihr nur auf das Notwendige sehet. Warum vervielfältigt ihr eure eignen Lasten? Warum habt ihr euch aus eignem Antriebe so viel Schulden aufgebürdet, indem ihr Silber suchtet, nach Gold gegraben habt und nach glänzenden Stoffen forschet? Ihr ziehet zu den Indern und setzt euch der Gefahr auf fremden Meeren aus. Ihr unternehmt jahrelange Seefahrten, um mit den von dort her bezogenen Waren eure Nahrung zu würzen, ohne zu bedenken, daß die Empfindung des Wohlgeschmacks nicht über den Gaumen hinausreicht. Und ebenso gewährt auch das, was schön leuchtet, süß duftet und ein schönes Aussehen hat, den Sinnen nur einen sehr hinfälligen und kurzen Genuß. Bittet um das Brot für das Bedürfnis eures Leibes. Das schuldet ihr von Natur aus eurem Körper. Aber alles was die Schwelger noch erfunden haben, das gehört zum Unkraut. Die Saat des Hausvaters ist der Weizen. Aus dem Weizen wird das Brot bereitet. Die Schwelgerei aber ist das Unkraut, das vom Feinde unter den Weizen gesät wurde, um die Menschen durch eitle Bestrebungen zu ersticken und nicht zur Reife kommen zu lassen“ . . . . . .
aus: http://www.vergessene-buecher.de/wipol_vu/wipol_vu.html#vorwort
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